Wirkung in den Mittelpunkt stellen: Wie langfristige Partnerschaften Wissenschaft und Lernen stärken

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Research Publishing
By: Joyce Lorigan, Wed May 27 2026
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Author: Joyce Lorigan

Chief Marketing Officer, Global Head of Corporate Affairs and member of the Springer Nature Executive Team

„SDG 17 steht für Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Der Grundgedanke dahinter ist, dass Zusammenarbeit notwendig ist, um komplexe Herausforderungen zu bewältigen.“ – Dr. Kate Roll, UCL Institute for Innovation and Public Purpose

Wie wichtig Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung sind, wurde kürzlich auch in der Nature-Careers-Podcastreihe Working Scientist mit dem Titel How to save humanity in 17 goals thematisiert. Die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) spielen auch für Springer Nature eine wichtige Rolle. Sie bieten einen Rahmen, um darüber nachzudenken, welchen positiven Beitrag wir leisten können, indem wir Forschung verbreiten und damit Fortschritt ermöglichen.

Unser wichtigster Beitrag liegt dabei in unserer Arbeit als Verlag. Darüber hinaus unterstützen wir die Gemeinschaften, für die wir tätig sind, jedoch auch ganz unmittelbar. Dazu gehört ein regelmäßig überprüftes und sorgfältig gesteuertes Programm für gemeinnützige Förderungen. Zwischen 2022 und 2025 haben wir mehr als 3,5 Millionen Euro für unterschiedlichste Projekte bereitgestellt.

Dabei hat uns in den vergangenen Jahren ein Grundsatz geleitet: Wirkung entsteht vor allem dann, wenn Unterstützung langfristig angelegt, gut durchdacht und in starken Partnerschaften verankert ist.

Natürlich gab es Situationen, die unmittelbare Hilfe erforderten, etwa nach dem verheerenden Hurrikan Melissa in Jamaika, von dem Kolleg*innen und Partner betroffen waren, oder im Rahmen unserer gezielten Unterstützung von Forschenden, die unter den Folgen des Krieges in der Ukraine leiden. Insgesamt liegt unser Schwerpunkt jedoch darauf, Initiativen zu fördern, die Wissenschaft, Forschung und Bildung langfristig stärken. Entscheidend ist für uns nicht nur, wo Hilfe benötigt wird, sondern auch, wie sie zu nachhaltigen Verbesserungen für Menschen beitragen kann, die mit Wissenschaft, Bildung und dem Fortschritt von Wissen verbunden sind.

Wissenschaftskommunikation und Vertrauen stärken

Vertrauen in die Wissenschaft hängt nicht allein von der Qualität von Forschung ab, sondern auch davon, wie gut Forschung kommuniziert und verstanden wird. Deshalb unterstützt Springer Nature gezielt Organisationen, die Wissenschaftskommunikation fördern und das öffentliche Verständnis wissenschaftlicher Erkenntnisse stärken.

Dazu gehören unter anderem die globale Gemeinschaft der Science Media Centres sowie das gemeinsam mit dem Knight Science Journalism Program am MIT angebotene Springer Nature Fellowship for Advancing Science Journalism in Africa and the Middle East, das inzwischen in sein drittes Jahr geht.

Solche Initiativen tragen dazu bei, dass verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse ein breiteres Publikum erreichen. Sie helfen, Fehlinformationen entgegenzuwirken und fundierte Entscheidungen zu ermöglichen. In einer Zeit, in der wissenschaftliche Expertise zunehmend hinterfragt wird, sind starke Vermittlungsstrukturen ein wichtiger Baustein, um Vertrauen in Forschung langfristig zu erhalten.

Mehr Menschen den Zugang zu Forschung und Bildung ermöglichen

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Förderaktivitäten ist die Erweiterung von Bildungs- und Forschungschancen.

Mit einer Kombination aus globalen Programmen und lokal verankerten Initiativen möchten wir Menschen dabei unterstützen, sich Wissen anzueignen, Fähigkeiten zu entwickeln und selbst zu Forschung beizutragen. Besonders stolz sind wir darauf, über Programme wie In2Research im Vereinigten Königreich, das Deutschlandstipendium in Deutschland und das US-amerikanische Programm Innovation in Cancer Research mehr als 70 Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen bei ihren ersten Schritten in eine Forschungskarriere unterstützt zu haben.

Auch jüngere Schülerinnen und Schüler stehen im Fokus. Seit 2014 haben rund 300 Grundschulkinder die Civitas Saturday School in unseren Londoner Büros besucht und dort zusätzliche Förderung in Mathematik und Englisch erhalten. Die Schule findet während der Schulzeiten jedes Wochenende statt und richtet sich an Kinder aus der Region, die zusätzliche Unterstützung benötigen, um ihr Potenzial besser entfalten zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Partnerschaften, die Forschungssysteme in Ländern mit niedrigeren Einkommen stärken. Besonders stolz sind wir auf unsere langjährige Zusammenarbeit mit Research4Life, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Die Initiative ermöglicht Forschenden in einkommensschwächeren Ländern Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und hat ihr Angebot kontinuierlich erweitert. Heute unterstützt sie Wissenschaftlerinnen weltweit dabei, sich als Autorinnen, Gutachterinnen oder Herausgeberinnen aktiv am Forschungsprozess zu beteiligen.

Der Zugang zu Wissen ist noch immer ungleich verteilt. Langfristige Investitionen in Teilhabe und Kompetenzaufbau schaffen jedoch die Voraussetzungen für inklusivere und widerstandsfähigere Forschungssysteme.

Ein partnerschaftlicher und werteorientierter Ansatz

Seit 2021 orientieren sich die gemeinnützigen Förderaktivitäten von Springer Nature an klar definierten Grundsätzen und transparenten Entscheidungsprozessen. Dadurch stellen wir sicher, dass unsere Unterstützung strategisch, nachvollziehbar und eng mit unserem Ziel verbunden ist, Forschung, Lernen und gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern.

Die Zusammenarbeit mit etablierten und vertrauenswürdigen Partnerorganisationen ermöglicht es uns, nicht nur finanzielle Mittel bereitzustellen, sondern auch Fachwissen einzubringen. Gleichzeitig können wir uns auf die tatsächliche Wirkung konzentrieren statt auf Sichtbarkeit oder kurzfristige Aufmerksamkeit.

Dieser Ansatz hilft zudem sicherzustellen, dass unsere Förderaktivitäten die Arbeit anderer Akteure im Forschungs- und Bildungsumfeld sinnvoll ergänzen, anstatt sie zu ersetzen oder unbeabsichtigt zu behindern.

Blick nach vorn

Die Herausforderungen, vor denen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft stehen, lassen sich nicht kurzfristig lösen. Entsprechend brauchen auch die Antworten darauf einen langen Atem.

Deshalb wird Springer Nature seine Förderaktivitäten weiterhin auf langfristige Wirkung, vertrauensvolle Partnerschaften und Initiativen ausrichten, die dazu beitragen, Wissen zugänglich zu machen, Vertrauen in Wissenschaft zu stärken und Forschung wirksam nutzbar zu machen.

Indem wir den erzielten Nutzen konsequent in den Mittelpunkt stellen, möchten wir einen Beitrag leisten, der für Forschende und Lernende heute ebenso relevant ist wie in den kommenden Jahren.

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Author: Joyce Lorigan

Chief Marketing Officer, Global Head of Corporate Affairs and member of the Springer Nature Executive Team

Joyce Lorigan verantwortet bei Springer Nature die Bereiche Marketing, Marke, Kommunikation, Nachhaltigkeit und Public Affairs. Nach ihrem Geschichtsstudium an der University of Leeds war sie mehr als 25 Jahre in internationalen Marketing- und Kommunikationsfunktionen tätig, unter anderem bei der InterContinental Hotels Group und der Walt Disney Company.

2012 wechselte sie als Global Communications Director zu Macmillan Science and Education. Nach dem Zusammenschluss mit Springer Nature übernahm sie 2015 die Rolle der EVP Communications. Von 2014 bis 2017 war sie Vorsitzende des Vorstands der Londoner Unternehmenspartnerschaft Urban Partners und engagierte sich zuletzt als Trustee der Marine Conservation Society.

Sie ist überzeugt, dass wissenschaftliches Publizieren gesellschaftlichen Wandel vorantreiben kann. Als Vorstandsmitglied des Branchenverbands STM setzt sie sich dafür ein, Wissenschaft in einer zunehmend digitalen Welt transparenter und zugänglicher zu machen.


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