Für Springer Nature war 2025 ein Jahr, das von Wachstum, Innovation und einem klaren Fokus geprägt war, Forschung und Lernen zum Nutzen der Gesellschaft voranzubringen.
Unser Jahresbericht bietet die Gelegenheit, auf unsere Fortschritte zurückzublicken, anzuerkennen, was wir durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Communities erreicht haben, und deutlich zu machen, wohin wir uns entwickeln.
Angesichts der weltweit ansteigenden Forschungsleistung zeigt der Bericht, wie wir den Erwartungen unserer Communities in Bezug auf Offenheit, Geschwindigkeit und Integrität gerecht werden, damit Wissenschaft auch zukünftig Vertrauen genießt. Zugleich bekräftigt er unsere Verantwortung als Verlag: Forschung dabei zu unterstützen, stärker genutzt zu werden und eine größere Reichweite zu erzielen, die Integrität der wissenschaftlichen Dokumentation zu schützen und langfristig in Maßnahmen zu investieren, die der Forschungsgemeinschaft zugutekommen.
Forschung durch Partnerschaften in großem Maßstab öffnen
Open Access (OA) bleibt ein elementares Werkzeug, wenn es darum geht, Forschende und Förderorganisationen zu unterstützen. Nachhaltige Fortschritte in diesem Maßstab sind nur durch Partnerschaften möglich. Die Zusammenarbeit mit Bibliotheken, Förderorganisationen und Institutionen weltweit ermöglicht es uns, Open Access entsprechend regionalen Anforderungen auszubauen.
Im Jahr 2025 waren mehr als 53 % der von uns veröffentlichten Primärforschungsartikel OA und spiegeln damit die anhaltende Dynamik hin zu einem offeneren wissenschaftlichen Publikationsbestand wider. Die Entwicklung schreitet schnell voran: Die Zahl der Artikeleinreichungen stieg um mehr als 30 % auf 3,1 Millionen, wovon 539.000 Primärforschungsartikel aus unterschiedlichsten Disziplinen veröffentlicht wurden. Dieses Wachstum zu bewältigen und dabei gleichzeitig höchste Qualität sicherzustellen, ist wichtiger denn je.
Die Wirkung von Offenheit zeigt sich deutlich in der Nutzung von Forschung. Im vergangenen Jahr wurden unsere Artikel und Buchkapitel 5,6 Milliarden Mal heruntergeladen – ein Anstieg von mehr als 50 % gegenüber 2024. Darunter waren mehr als 860 Millionen Downloads von Inhalten zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
Mit Blick auf die Zukunft konzentrieren wir uns weiterhin darauf, Open Access nachhaltig und inklusiv weiter auszubauen. Dazu gehören die Erweiterung unseres globalen Netzwerks von Transformativen Vereinbarungen (TAs), die Unterstützung von Bibliotheken beim Übergang zu OA, die fortgesetzte Bereitstellung finanzieller Unterstützung, wo sie benötigt wird, sowie die Zusammenarbeit mit Partnern, um den Zugang in verschiedenen Regionen und Institutionen zu ermöglichen.
Partnerschaften helfen, Qualität in großem Maßstab zu sichern
Wir verfolgen nach wie vor einen Ansatz bei der Technologieentwicklung, der an den Bedürfnissen von Forschenden ausgerichtet ist, und investieren in KI-gestützte Werkzeuge, die gemeinsam mit der Forschungsgemeinschaft entwickelt werden, um konkrete Bedarfe abzudecken.
Im Zentrum steht dabei Snapp, die Artikelbearbeitungsplattform von Springer Nature. Da mittlerweile mehr als die Hälfte unserer Fachzeitschriften Snapp nutzt, ermöglicht die Plattform einen konsistenteren, transparenteren und effizienteren Veröffentlichungsprozess. Gleichzeitig können wir KI-gestützte Werkzeuge in Screening- und redaktionelle Workflows integrieren. Seit ihrer Einführung hat die Plattform 7 Millionen Autor*innen unterstützt, 3,7 Millionen Einreichungen verarbeitet und mehr als 600.000 Artikel veröffentlicht.
Diesen Ansatz verfolgen wir auch über das Forschungspublizieren hinaus. Im Bildungsbereich unterstützt Macmillan Education Everywhere (MEE) inzwischen 3,2 Millionen aktive Nutzende. Im Gesundheitsbereich wird unsere Medbee-App von mehr als 40.000 Ärzt*innen genutzt – mit Technologien, die dort praktischen Mehrwert schaffen, wo er am dringendsten benötigt wird.
Verantwortungsvoll eingesetzt hilft künstliche Intelligenz (KI) uns dabei, im großen Maßstab zu arbeiten. In Kombination mit redaktioneller Expertise gewährleistet sie Qualität, Verantwortlichkeit und wissenschaftliche Sorgfalt.
Partnerschaften zur Stärkung des Vertrauens
Der Wert des Publizierens bemisst sich jedoch nicht allein an Umfang oder Nutzung, sondern vor allem am Vertrauen.
Ich bin stolz darauf, dass Autor*innen, Herausgebende, Redakteur*innen sowie Peer-Reviewer ihre Erfahrungen mit Springer Nature im Jahr 2025 weiterhin als ausgezeichnet oder gut bewertet haben. Dies unterstreicht die Bedeutung verlässlicher Prozesse und enger Zusammenarbeit in einem sich wandelnden Ökosystem.
Vertrauen fußt auch auf Menschen. Deshalb haben wir unser globales Team für Forschungsintegrität auf 75 spezialisierte Fachkräfte erweitert und wenden weiterhin unser Prinzip des „Human in the Loop“ im gesamten Veröffentlichungsprozess an.
Dieses Vertrauen spiegelt sich ebenfalls in der Wirkung unserer Veröffentlichungen wider. Die durchschnittliche Zahl der Zitationen pro Artikel stieg gegenüber 2023 um 14 % und zeigt, wie größere Sichtbarkeit und Reichweite zu einer intensiveren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Forschung führen.
Gemeinsam mit der Forschungsgemeinschaft bieten wir kostenfreie Schulungen zu Best Practices an, ermöglichen Kompetenzentwicklung über Nature Masterclasses und unterstützen junge Ärzt*innen durch die digitalen Fortbildungsprogramme von Springer Medizin.
Ausblick: Verantwortungsvolles Wachstum, gemeinsame Ambitionen
Während wir in unserem Jahresbericht auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, liegt unser Fokus klar auf der Zukunft.
Wir werden weiterhin in OA investieren, in Technologien, die das Veröffentlichungserlebnis verbessern, und in Systeme, die die Integrität der wissenschaftlichen Dokumentation schützen. Darüber hinaus werden wir unserer Verantwortung als Unternehmen gerecht bleiben. Das tun wir, indem wir auf den Fortschritten beim Abbau unserer CO₂-Emissionen um 50 % seit 2019 aufbauen, Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen unterstützen und eine Unternehmenskultur fördern, in der unsere Mitarbeitenden sich entfalten können.
Vor allem aber werden wir den Communities, für die wir arbeiten, weiterhin aufmerksam zuhören. Die Herausforderungen, vor denen die Forschung steht, können nicht von einer einzelnen Organisation gelöst werden. Fortschritt entsteht durch Partnerschaft – und durch das gemeinsame Bekenntnis zu Offenheit, wissenschaftlicher Sorgfalt und Vertrauen.